Samstag, 01. Oktober 2022

24 Stunden Übung der Jugendfeuerwehr Fischbach

Am 01. und 02.10.2022 war es wieder so weit: die Jugendfeuerwehr Fischbach traf sich zur 24 Stunden Übung. Diese Übung bietet den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr die Möglichkeit, Einblick in einen 24 Stundendienst der Feuerwehr zu bekommen.
Die Jugendfeuerwehr Fischbach während dem Löschangriff

Es standen verschiedene feuerwehrtechnische Themen auf dem Programm, aber auch allgemeine Themen für die Kameradschaft und Gemeinschaft sollten nicht zu kurz kommen. Highlight für alle Teilnehmer war sicherlich die Abarbeitung verschiedenster Übungseinsätze, welche durch das Team der Jugendwarte und Betreuer vorbereitet wurden.

Nach der Einteilung in die Übungs- und Einsatzgruppen, dem Aufbau des Schlafbereichs sowie der Umkleidestrecke ging es auch schon los. Das Feuerwehrhaus Fischbach wurde für die nächsten 24 Stunden von den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr besetzt.

Zu Beginn wurde direkt mit einer Stationsausbildung zu den verschiedenen Themen wie Wassermanagment oder technische Hilfeleistung gestartet. Während sich die Gruppe der jüngeren Mitglieder mit der Nutzung und Funktion von Tauchpumpe und Wassersauger beschäftigte übte die Gruppe der erfahreneren Jugendfeuerwehrmitgliedern Hilfeleistungen mit dem Schwerpunkt „Anheben von schwerem Material mittels hydraulischer Geräte“.

Noch während des ersten Unterrichtsblocks wurde die gesamte Jugendfeuerwehr zu einem ersten Einsatz alarmiert - im Ortsgebiet hatte ein Hausrauchwarnmelder ausgelöst. Nach raschem Aufräumen der verwendeten Materialien fuhren die Fahrzeuge auch schon vom Hof. Die Entwarnung, dass es sich um einen Fehlalarm handelte kam zügig nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle. Zurück im Feuerwehrhaus wurde das Abendessen zubereitet und gemeinsam gegessen.

Um 19.30 Uhr folgte die nächste Alarmierung: ein Fahrradfahrer war unter einem Gabelstapler eingeklemmt. Die Mannschaft eins, welche aus den erfahreneren Teilnehmerinnen und Teilnehmern bestand, bewältigten das Einsatzszenario mit Hilfe der hydraulischen Geräte, welche erst wenige Stunden zuvor beübt wurden. Währenddessen wurde im Feuerwehrhaus alles für das vom Jugendausschuss organisierte Abendprogramm vorbereitet. Nach der Rückkehr aller Einsatzkräfte konnte der Spieleabend beginnen.

Jedoch konnte auch dieser nicht ungestört durchgeführt werden, um ca. 21:00 Uhr wurde erneut die erfahrenere Mannschaft eins zu einem brennenden Mülleimer im Ortsteil Manzell alarmiert. Nach dem Eintreffen der Jugendlichen an der Einsatzstelle wurde rasch eine Wasserversorgung aufgebaut und das Feuer gelöscht. Zurück am Feuerwehrhaus konnte der Spieleabend gemeinsam beendet werden und die Nachtruhe begann.

Nach einer ruhigen, aber kurzen Nacht ging bereits um 5.30 Uhr der erste Notruf am Sonntag mit dem Stichwort „Vermisste Person im Wald“ ein. Der Hausalarm, über welchen die Jugendfeuerwehr zu den Einsätzen alarmiert wurde, weckte alle Einsatzkräfte in den frühen Morgenstunden. Rasch angezogen fuhren schon beide Löschfahrzeuge an den gemeldeten Einsatzort. Die Jugendlichen bildeten eine Suchkette, rüsteten sich mit Handlampen und Funkgeräten aus und fanden die vermisste Person nach kurzer Zeit. Im Anschluss ging es wieder zurück ins Feuerwehrhaus wo zunächst gefrühstückt wurde. Anschließend begannen die Aufräum- und Reinigungsarbeiten im Feuerwehrhaus. Diese wurden jedoch auch durch einen Unwettereinsatz unterbrochen, die etwas jüngere Mannschaft zwei wurde zu zwei umgestürzten Bäumen in einem Waldgebiet alarmiert. Mit Schnittschutzhosen und Handsägen ausgerüstet wurden die Bäume zersägt und die Straße gesäubert. Die Reinigungsarbeiten wurden anschließend im Feuerwehr gemeinsam fortgesetzt.

Um 10.45 Uhr ging es ein weiteres Mal zum Einsatz für die Mannschaft zwei, ein Keller war vollgelaufen mit Wasser. Nach der Erkundung durch den Gruppenführer, welcher ebenfalls durch ein Mitglied der Jugendfeuerwehr gestellt wurde, pumpte die Mannschaft zunächst mit Hilfe der Tauchpumpe die großen Wassermassen aus dem Keller des Wohnhauses. Danach wurde der verbliebene Rest mittels Wassersauger aufgenommen.

Noch während der Zubereitung des Mittagsessens und der weiteren Aufräumarbeiten im Feuerwehrhaus wurde die gesamte Jugendfeuerwehr zum Stichwort „Flächenbrand“ nach Schnetzenhausen alarmiert. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle war ein deutliches Flammenbild sowie eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Die jugendlichen Gruppenführer holten sich ihre Einsatzbefehle beim Zugführer ab, welcher durch ein Mitglied der Einsatzabteilung gestellt wurde, und teilten ihre jeweilige Mannschaft ein. Während durch Mannschaft eins eine Wasserversorgung aufgebaut wurde, begannen die jüngeren Teilnehmer mit ersten Löschmaßnahmen und dem Aufbau einer Riegelstellung zum Schutz der umliegenden Bauwerke. Die vier eingesetzten Trupps konnten das Feuer schließlich löschen. Die Nachlöscharbeiten sowie die notwendigen Aufräumarbeiten nahmen im Anschluss noch einiges an Zeit in Anspruch.

Zurück am Feuerwehrhaus wurden die Fahrzeuge wieder für den nächsten Einsatz vorbereitet und dass durch den Einsatz etwas verspätete Mittagessen zubereitet. Im Anschluss wurde nicht nur das Feuerwehrhaus fertig aufgeräumt, auch die Fahrzeuge wurden gründlich gewaschen.


Nach einem kurzen Abschlussgespräch aller Teilnehmer wurde die Übung um 16 Uhr am Sonntagnachmittag beendet. Zum Ausklang traf sich die Jugendfeuerwehr mit allen Helfern abends nochmals zum gemeinsamen Grillfest.

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