Freitag, 26. Juli 2019
Kategorie: Feuerwehr

Neues Arbeits- und Feuerlöschboot in Dienst genommen

Das Land Baden-Württemberg hat für die Öl-und Schadenwehr Bodensee insgesamt vier baugleiche Arbeits- und Feuerlöschboote beschafft.

Die vier Boote werden an den Ölwehr-Stützpunkten Friedrichshafen, Konstanz, Radolfzell und Überlingen stationiert und ersetzen Mehrzweckboote aus dem Jahr 1986 und an den Standorten Friedrichshafen und Konstanz auch die alten Feuerlöschboote aus der ehemaligen DDR, Baujahr 1973. Das in Friedrichshafen stationierte Arbeits- und Feuerlöschboot wurde am Freitag, 26. Juli in Dienst gestellt.

Die vier Arbeits- und Feuerlöschboote dienen der Aufgaben der Öl-und Schadenwehr Bodensee, etwa im Bereich Umweltschutz sowie der Brandbekämpfung auf dem See und im Uferbereich. Außerdem werden die Boote eingesetzt für technische Hilfeleistung und zur Unterstützung bei der Seenotrettung und bei Sucheinsätzen. Hierfür sind die Boote mit umfangreicher feuerwehrtechnischer Beladung ausgerüstet.

Die Boote wurden von den vier Ölwehrstützpunkten in Zusammenarbeit mit den Landratsämtern Bodenseekreis und Konstanz und dem baden-württembergischen Innenministerium konzipiert. Fachliche Unterstützung leistete die Fa. Panacek Yachtdesign und Engineering. Hersteller ist die finnische Firma KEWATEC Alu Boat in Kokkola.

Das Arbeits- und Feuerlöschboot Friedrichshafen wurde am Freitag, 26. Juli als erstes Boot in Dienst gestellt, danach folgen die Boote Konstanz (Oktober 2019), Radolfzell und Überlingen (voraussichtlich Mai 2020). Nach der Übergabe beginnt die Ausbildung der Besatzung, also der Bootsführer und Einsatzmannschaft. Diese besteht aus haupt- und ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr Friedrichshafen. Im Einsatz ist das Boot mit sechs bis neun Einsatzkräften – je nach Einsatzart – besetzt. Die Ausbildungsdauer ist bis Ende September 2019 geplant, danach geht das Boot in den Einsatzdienst.

Bereits am Dienstag hatte der Stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl zusammen mit seinem bayerischen Amtskollegen, Innenminister Joachim Herrmann MdL in Meersburg das erste der vier neuen Arbeitsbooten für die Öl- und Schadenswehr Bodensee präsentiert: „Die Ölwehr sorgt für den Schutz des Ökosystems Bodensee, des wichtigsten Trinkwasserspeichers für fünf Millionen Menschen. Dafür braucht sie modernste Technik und Ausrüstung. Deshalb freue ich mich, dass wir heute der Feuerwehr das erste von vier Booten übergeben können. Damit sorgen wir für eine hochmoderne Ausstattung der Ölwehr – und dafür, dass die länderübergreifende Gefahrenabwehr mit Bayern, Österreich und der Schweiz unter dem Dach der Internationalen Gewässerschutzkommission Bodensee funktioniert.“