Montag, 11. November 2019

Hauptübung: Tiefgaragenbrand durch Schweißarbeiten

Ein PKW Brand ist für die Feuerwehr nichts Außergewöhnliches. Mit einem Löschfahrzeug kann ein solcher Brand sicher beherrscht werden. Doch wenn dieser PKW nicht im Freien, sondern in einer Tiefgarage steht, ändert sich die Lage dramatisch.
Feuerwehrübung mit verletzten Personen

Dies waren die einleitenden Worte von Feuerwehrkommandant Louis Laurösch im Rahmen der Nachbesprechung bei der diesjährigen Hauptübung der Feuerwehr Friedrichshafen Abteilung Kluftern. Doch von Anfang an: In der Tiefgarage der Wohngebäude Königsäcker 1 und 3 in Friedrichshafen-Efrizweiler haben am Samstagnachmittag, 9. November zwei Bewohner Reparaturarbeiten an einem PKW vorgenommen. Die beiden Türen der Schleuse wurden mit Holzkeilen offen gehalten. Durch Schweißarbeiten entzündeten sich Schmiermittel und Fette am Fahrzeug. Hierdurch geriet das Fahrzeug in Brand. Die beiden Mechaniker versuchten den Brand am Fahrzeug zu löschen, was ihnen allerdings nicht gelang. Der Brand am PKW breitete sich sehr schnell aus und entwickelte eine sehr starke Rauchentwicklung. Durch die starke Rauchentwicklung war die Sicht erschwert, wodurch die Arbeiter die Orientierung verloren und den Gefahrenbereich nicht mehr verlassen konnten. Aufgrund der verkeilten Schleusentüren wurde der Treppenraum des Gebäudes Königsäcker 3 stark verraucht. Ein Bewohner, der sich im Treppenraum befand, konnte sich auf die Dachterrasse des Gebäudes retten. Eine weitere Bewohnerin des Gebäudes stellte den Brand fest und alarmierte die Feuerwehr.

Vor einer Vielzahl an Zuschauen kommentierte Alessandro Edelmann die Ereignisse. Aufgrund des Notrufs der Anwohnerin wurden durch die ständig besetzte Einsatzzentrale in der Feuerwache in Friedrichshafen die zuständigen Einsatzabteilungen Kluftern und Fischbach mit dem Alarmstichwort „F2 – PKW Brand in Tiefgarage, zwei Personen vermisst“ alarmiert. Der kurz darauf eintreffende Einsatzleiter wurde von der Anwohnerin informiert, was genau passiert war, wo die Zugänge zum Gebäude sind und wo die vermissten Personen vermutet wurden. Die folgenden Löschfahrzeuge nahmen umgehend die ihnen zugewiesenen Aufgaben wahr.

So musste zunächst die Menschenrettung in der Tiefgarage eingeleitet werden.  Parallel dazu erfolgte die Brandbekämpfung am PKW. Um den Fluchtweg für die Bewohner des Gebäudes Nr. 3 wieder begehbar zu machen, wurde der Treppenraum mit einem Überdrucklüfter belüftet. Die Person, auf der Dachterrasse konnte mit einer tragbaren Leiter gerettet werden. Der Treppenraum des Gebäudes Nr. 1 wurde durch die Feuerwehr kontrolliert und der Zugang zur Tiefgarage gesichert, damit sich der Brand und Rauch nicht auf den Treppenraum ausbreiten konnte. Die nach kurzer Zeit gefundene erste vermisste Person wurde durch die Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet und zur Behandlung an die Johanniter Unfallhilfe übergeben.

Unter den interessierten Blicken von Bürgermeister Dieter Stauber, Kommandant Louis Laurösch, stellv. Kommandant Werner Späth, Ortsvorsteher Michael Nachbaur und weiteren Gästen wurden die erforderlichen Arbeiten zügig aber ruhig durchgeführt. Bei Ihren Grußworten lobten Bürgermeister Stauber und Ortsvorsteher Nachbaur die Arbeit der Feuerwehr und den Ablauf der Übung.

 

 

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