Samstag, 26. Oktober 2019
Kategorie: Jugendfeuerwehr

Brandrauch und vermisste Personen

Die Übungslage erfordert rasches Handeln: In einer Brennerei gab es eine Verpuffung im Bereich des Brennkessels im Erdgeschoss, zu diesem Zeitpunkt befanden sich mehrere Personen in der Brennerei, dem angrenzenden Tanklager sowie auf den Balkonen. Den Personen ist der Fluchtweg abgeschnitten und zu allem Unglück droht sich das Feuer auf weitere Gebäudeteile auszubreiten.

Die Übungslage erfordert rasches Handeln: In einer Brennerei gab es eine Verpuffung im Bereich des Brennkessels im Erdgeschoss, zu diesem Zeitpunkt befanden sich mehrere Personen in der Brennerei, dem angrenzenden Tanklager sowie auf den Balkonen. Den Personen ist der Fluchtweg abgeschnitten und zu allem Unglück droht sich das Feuer auf weitere Gebäudeteile auszubreiten.

Dies war die Übungsannahme für die Stadtjugendfeuerwehr Friedrichshafen, welche am Samstag den 26. Oktober 2019 ihre jährliche Alarmübung abhielt.

Stadtjugendfeuerwehr Friedrichshafen bedeutet die Gemeinschaft der sechs Jugendfeuerwehr-Abteilungen aus Friedrichshafen: Stadtmitte, Ettenkirch, Ailingen, Fischbach, Raderach und Kluftern.

Dieses Jahr fand die Alarmübung im Ettenkircher Ortsteil Lempfriedsweiler statt, genauer gesagt auf dem Hof Jocham.

Um Punkt 13 Uhr setzte Stadtjugendfeuerwehrwart David Fischinger den „Notruf“ ab und versetze so die Jugendlichen in Einsatzbereitschaft.

Der erste Löschzug, welcher aus den Löschgruppenfahrzeugen der Abteilungen Ettenkirch, Raderach und Fischbach bestand, setzte sich zum Brandobjekt in Bewegung.

Unter den wachsamen Augen von Stadtjugendfeuerwehrwart David Fischinger, Stadtbrandmeister Louis Laurösch und seinem Stellvertreter Werner Späth, Bürgermeister Herr Stauber, Ortsvorsteher Herr Baumeister, Jugendfeuerwehrwarte und Kommandanten der Abteilungen sowie Eltern, Geschwister und interessierten Zuschauern begannen die Jugendlichen die Menschenrettung und die Brandbekämpfung.

Den Personen, welche auf den Balkonen standen, war der Fluchtweg über das Treppenhaus durch den Brandrauch abgeschnitten. Sie wurden von den Jugendlichen mittels tragbaren Leitern gerettet. Die vom Brandrauch eingeschlossenen Personen, welche sich in der verrauchten Brennerei und in dem Tanklager befanden wurden ebenfalls gerettet. Hierzu kamen die Atemschutzgeräte-Attrappen, welche aus leichtem Material bestehen und von den Jugendlichen selbst gebastelt wurden, zum Einsatz.

Bevor das Gebäude betreten wurde wurden Schläuche verlegt um eine Angriffsleitung zur Brandbekämpfung im Gebäudeinneren zu haben.

Die Einsatzstelle wurde gegen den fließenden Straßenverkehr abgesichert und eine Verletztensammelstelle aufgebaut. Zu dieser wurden alle geretteten Personen gebracht, diese registriert, betreut und gegebenenfalls Erste-Hilfe-Maßnahmen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes eingeleitet.

Während dieser ganzen Maßnahmen rückte der zweite Löschzug, bestehend aus den Jugendfeuerwehren aus der Stadtmitte, Kluftern und Ailingen an. Der Einsatzleiter fuhr ebenfalls mit dem zweiten Löschzug an und hatte ab dann die Leitung des Gesamteinsatzes unter sich.

Der zweite Löschzug unterstützte den ersten Löschzug in seinen Maßnahmen, indem die Wasserversorgung von den Hydranten zu den Löschfahrzeugen aufgebaut wurden, die Trupps welche zur Menschenrettung im Gebäudeinneren eingesetzt waren wurden unterstützt, der Transport der Verletzten zu der Verletztensammelstelle wurde sicher gestellt und eine Riegelstellung zum Schutz der benachbarten Gebäude vor Flammenübersprung aufgebaut.

Nachdem alle 13 Personen aus dem Gebäude gerettet wurden und das Feuer erfolgreich bekämpft wurde gab der Einsatzleiter den Befehl zum Abbau und Abmarsch. 

Im Anschluss daran fanden sich die ca 65 Jugendlichen und die Übungsbeobachter im Feuerwehrhaus Ettenkirch ein.

Zu der dort stattfindenden Übungsnachbesprechung begrüßte Stadtjugendfeuerwehrwart David Fischinger alle Anwesenden.

Er übergab das Wort an Bürgermeister Herr Stauber welcher die Jugendlichen als engagiert und planvoll bezeichnete. Er fand die Abarbeitung der Übung routiniert und bedankte sich bei den Jugendlichen für ihr tolles ehrenamtliches Engagement und fordert auf genauso weiter zu machen. Er berichtet dem verhinderten Oberbürgermeister dass Friedrichshafen stolz auf seine gut aufgestellte Jugendfeuerwehr sein kann.

Im Anschluss daran lobte Stadtbrandmeister Louis Laurösch die Jugendlichen für die tolle Arbeit welche von Aufbau bis Abbau tadellos war und fragte in die Runde ob die aktive Einsatzabteilung der Feuerwehr noch benötigt wird wenn es eine so gut aufgestellte Jugendfeuerwehr gibt. Er bedankt sich bei den Jugendfeuerwehrwarten und bei den Ausbildern für die tolle Arbeit und freut sich schon jetzt wenn die Jugendlichen 18 Jahre werden und in die Einsatzabteilung wechseln dürfen.

Weiter dankte Stadtjugendfeuerwehrwart David Fischinger Markus Schumacher aus Ettenkirch und den Beteiligten Personen der Feuerwehr Ettenkirch für die Organisation der Alarmübung, sowie den Besitzern des Hof Jocham für die Bereitstellung und Bereitschaft die Jugendlichen üben zu lassen.

Zur Stärkung gab es im Anschluss Bratwürste und Getränke und es konnte noch gemütlich zusammen gesessen werden bevor jede Jugendfeuerwehr die Heimreise in das eigene Feuerwehrhaus antrat.

Bericht und Bilder: Sabrina König, Stadtjugendfeuerwehr Friedrichshafen

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