Dienstag, 07. Mai 2019

Bodensee-Feuerwehrbund zu Gast in Dornbirn

Zäme, Zusammen, Zemma! Der Bodensee-Feuerwehrbund war am 4. Mai 2019 zu Gast in Österreich im Feuerwehrhaus der Stadt Dornbirn /Vorarlberg.

Vor der Herausforderung die Arbeit der Feuerwehrverbände in die Zukunft zu führen, hat sich der Internationale Bodensee- Feuerwehrbund dazu entschlossen ein Jugendbetreuer und Jugendform durchzuführen. Nach mehrmonatiger Vorbereitung mit den Feuerwehrverbänden Rund um den See war es am 4. Mai, dem Namenstag des Schutzpatrons der Feuerwehr St, Florian soweit:

Der Bodensee- Feuerwehrbund zu Gast in Österreich im Feuerwehrhaus der Stadt Dornbirn /Vorarlberg.
Das im Jahr 1996 erbaute Gebäude in den Farben grau und rot gehalten und in seiner klaren Line und seiner großen von beiden Seiten mit Licht durchfluteten Fahrzeughalle, zeigte sich in der Einfachheit und vielseitigen Verwendung. Geführt wird die Feuerwehr Dornbirn von Kommandant Dr. Gerold Hämmerle und Kommandant Stellvertreter Peter Kaufmann. Ihre Gastfreundlichkeit und kameradschaftliche Mithilfe lässt das „zäme, Zusammen, zemma“ bereits in den ersten Minuten spüren.

Reges Treiben der unzähligen Helfer tätigte sich an, Ständen, Stehtischen und Rollups.
Bilder spiegeln die Eindrücke von Jugendstunden und Zeltlagern. Flyern, und Handzettel liegen zur Information und Mitnahme aus. Dazwischen immer wieder ein grüßendes Hallo, Servus, Grüezi eine Umarmung die Freude des Wiedersehens.

Heuer: DREI Länder EIN- ZIEL! „Der 1. Tag der FeuerwehrJugendFeuerwehr“
Anmerkung: Der Veranstaltungsname ist der unterschiedlichen Bezeichnung der Jugendabteilungen der Feuerwehren in den Mitgliedsländern geschuldet und ist ein Kunstwort aus dem Namen Feuerwehrjugend für Österreich und Jugendfeuerwehr für Deutschland und die Schweiz.

Michael Blender, Präsident des BFB begrüßte die angereisten Feuerwehrmitglieder von Verbänden, Mitgliedsländer und der Region im Gastgebenden Hause der DORNBIRNER FEUERWEHR.
72 Helfer und Teilnehmer waren aus Österreich da, 2 aus der Schweiz und 82 aus Deutschland angereist. Davon 66 Jugendbetreuer und 45 Jugendliche.
Geladen waren Mitglieder der Jugendfeuerwehr, Betreuer, Jugendfeuerwehrwarte, Stellvertreter und Führungskräfte der Jugendfeuerwehren welche dem Bodensee-Feuerwehrbund und Gastgruppen aus den Regionen der beteiligten Feuerwehrverbände, angehören.
„Wir sitzen alle in einem Boot“ gibt Michael Blender mit auf den Weg.
Die Vernetzung um den See schob dieses Boot an. Länderübergreifende Workshops wurden in gemischter Besetzung mit Landes-und Kreisfeuerwehrverbänden durchgeführt und ermöglichten diesen Event.

Die Führung der Feuerwehr Dornbirn Dr. Gerold Hämmerle und Peter Kaufmann hießen ihre Gäste in Ihren Räumen Willkommen und das zäme, zusammen, zemma war da.

Dieses Jugendleiterforum, an dem auch Jugendfeuerwehrmitglieder beteiligt waren, hatte das Ziel, einen Erfahrungsaustausch der Feuerwehrjugend aus Österreich (Vorarlberg) und den Jugendfeuerwehren der Schweiz, Baden-Württemberg und Bayern auf deutscher Seite herbeizuführen.
Kernthema war, wie sehen die Verantwortlichen der Jugendfeuerwehrführung und die Jugendlichen die Zukunft der Jugendfeuerwehren
- Wo und Wie unterscheiden sich die Vorstellungen?

Laut Andreas Grieb aus Friedrichshafen, einem der Initiatoren dieses Projektes hat die Jugendarbeit für die Feuerwehr auch noch positive Nebeneffekte die wir nicht außer Acht lassen dürfen.
„ Es ist schön zu sehen wie sich die Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr entwickeln, wenn man mit Ihnen gemeinsam Projekte durchführt und Ihre Arbeit dabei Wertschätzt. Diese Wertschätzung und Kameradschaft bekommt man in der Einsatzabteilung wieder zurück und auch wenn sich die Wege manchmal getrennt haben. Ein besonderer positive Aussage ist, wenn man sich trifft und gesagt wird: „die Zeit in Jugendfeuerwehr war eine tolle Zeit und man hat selber fürs Leben gelernt

Das Bild spiegelte sich durch zwei Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr Friedrichshafen. In Ihrer Faszination und ihren Träumen in der Welt der Feuerwehr. Noch in der Jugendfeuerwehr aktiv, doch die Grundausbildung Truppmann Teil 1 bereits abgeschlossen. Voller Einsatzbereitschaft und der Begeisterung für dieses Thema Feuerwehr- Jugend Feuerwehr waren Sie die Helfer an Andreas Griebs Seite. Teilnehmend an den vielen Stunden der Vorbereitung und dem Gelingen dieser Veranstaltung.
Anpacken, Helfen lernen, ja Sie rudern voran dafür gilt Dank und Wertschätzung.

Landesjugendleiter von Baden-Württemberg, Thomas Häfele, veranschaulichte das Werteprojekt KaReVeTo (Kameradschaft- Respekt- Verantwortung- Toleranz) den Teilnehmern. Durch Beispiele wurden dies von Jugendfeuerwehrlern der Waldshuter Kreisjugendfeuerwehr vorgetragen.

Das bunte Treiben in der Fahrzeughalle, der Duft von Kaffee, das Lachen und der ständige Austausch von Interesse und Wissen füllte den Raum. Auf dem Bildschirm des BFB wechselten sich die Bilder des Tages und so manches Lächeln huscht über das Gesicht. Die Verbände lockten mit Infomaterial, Auslagen und Gesprächen.

Sehr erfreut hat uns der Besuch und die Grußworte von Landesrat Christian Gantner, selbst auch Feuerwehrmann, und Stadtrat Gundram Mäser, zuständig für die Jugendförderung in Dornbirn.
Die schon über viele Jahre überaus gute Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrverband Vorarlberg wurde durch den Besuch von Landesfeuerwehrinspektor Hubert Vetter bestätigt.

Es folgten Workshops: Werte im Alltag der Jugendgruppen, Technik erleben, der Jugendbetreuer 4.0, Fit für die Zukunft, BFB aus Sicht der FeuerwehrJUGENDFeuerwehr2030
Geführt wurden diese von Führungskräften der Landesjugendleitung Baden-Württemberg, des Bezirkfeuerwehrverbandes Schwaben, der Kreisjugendfeuerwehr Konstanz, Bodenseekreis und Ravensburg, des Landesfeuerwehrverbandes Vorarlberg der Schweiz und des Bodensee-Feuerwehrbundes.

Als weiterführenden Weg in der Arbeit in der „FeuerwehrJUGENDFeuerwehr“ gilt: nicht stehen bleiben weitergehen, Kommunikation ohne Digitalisierung, Landesübergreifende Veranstaltungen mit Erfahrungs- und Technikaustausch, die Jugendfeuerwehr 4.0- die Herausforderung für die Zukunft.

Dem Wunsch der Teilnehmer, die Ergebnisse dieses Tages auszuwerten, an die Beteiligten Verbände, bis zu den Jugendbetreuern anschließend weiterzugeben, wird der Bodensee-Feuerwehrbund gerne nachkommen und sich als
Ansprechpartner zu Verfügung stellen.
Ebenso, in einem noch nicht festgelegten Intervall diese Veranstaltung, für die Zukunft der Feuerwehren, zu wiederholen.

Bericht: Diana Merkel (Internationaler Bodensee Feuerwehrbund)