Freitag, 18. November 2022
Kategorie: Feuerwehr

Abteilung Kluftern hohen Anforderderungen gewachsen

Bei der Hauptübung haben die Frauen und Männer der Einsatzabteilung Kluftern und der Abteilung Fischbach der Feuerwehr Friedrichshafen ihre Leistungsstärke unter Beweis gestellt. Zahlreiche interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer beobachteten die Hauptübung.
Zwei Feuerwehrleute beim Löschen mit Schlauch
Foto: Stadt Friedrichshafen

Als Übungsobjekt wurde ein Betrieb in Kluftern gewählt, in dem, so die Annahme, mehrere Gitterboxen in Brand standen, es eine starke Rauchentwicklung unter dem Vordach im Außenbereich gab und mehrere Personen in Gefahr waren.

Als die Meldung in der Einsatzzentrale der Feuerwache Friedrichshafen vom Brand in einem Betrieb in Kluftern einging, wurde die zuständige Einsatzabteilung Kluftern sowie die Abteilung Fischbach und die Johanniter Unfallhilfe alarmiert.

Nach dem Eintreffen machte sich Zugführer Stefan Feierabend ein Bild von der Situation. Der Brand drohte vom Vordach im Außenbereich auf das Gebäude überzugreifen. Durch ein offenes Fenster im Erdgeschoss drang Rauch von außen in das Gebäude. Unter einem Gabelstapler war eine Person eingeklemmt.  An einem Fenster im Obergeschoss rief eine Person um Hilfe. Auf dem Vordach stand eine weitere Person, welche sich aus einem Fenster im zweiten Obergeschoss auf das Dach geflüchtet hatte. Nach der Befragung des Geschäftsführers war klar, dass eine weitere Person in der Umkleide im Erdgeschoss vermisst wurde.

Eine besondere Herausforderung
Die Besatzung des ersten Löschfahrzeugs rettete unter Atemschutz die vermisste Person in der Umkleide. Die Rettungskräfte der Johanniter Unfallhilfe betreuten und versorgten die unter dem Gabelstapler eingeklemmte Person.  Die Rettung dieser Person wurde dann von der Besatzung im zweiten Löschfahrzeug übernommen.

Mit der Drehleiter der Einsatzabteilung Fischbach wurden die Personen auf dem Dach und am Fenster im ersten Obergeschoss aus dem Gefahrenbereich gebracht. Beide Personen waren unverletzt.

Die Besatzung eines weiteren Löschfahrzeuges bekämpfte den Brand und verhinderte das Übergreifen des Feuers auf das Gebäude. Als die vermisste Person gefunden und aus dem Gebäude gebracht werden konnte, wurde diese durch die Rettungskräfte der Johanniter Unfallhilfe versorgt. Zeitgleich wurde das Gebäude mit einem Überdrucklüfter belüftet. So konnte die Sicht im Gebäude verbessert werden.

Der stellvertretende Abteilungskommandant Damian Krämer begrüßte bei der Übungsnachbesprechung Kommandant Felix Engesser und den stellvertretenden Kommandanten Werner Späth. Einsatzleiter Stefan Feierabend zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Übung. Engesser lobte das Vorgehen der Einsatzkräfte. „Die besondere Herausforderung für die Einsatzkräfte bei der Hauptübung war es, dass erst beim Eintreffen am Einsatzort klar war, dass es sich nicht nur um einen Brandeinsatz handelt, sondern dass auch Menschenleben gerettet werden müssen. Dies waren zwei unterschiedliche Einsatzlagen mit unterschiedlichem Vorgehen, was aufgrund der Einsatzmeldung so nicht zu erwarten war“, so Engesser.  

An der Hauptübung beteiligten sich 32 Angehörige der Feuerwehr und vier Kräfte des Sanitätsdienstes.  Außerdem kamen fünf Feuerwehrfahrzeuge, eine Drehleiter und zwei Sanitätsfahrzeuge zum Einsatz.